19.07.2019, von Erik Hoffmann

Bundesjugendlager: Ein Hintergrund-Job mit großer Verantwortung

Es ist ein Thema, welches uns alle betrifft und dennoch oft in den Hintergrund gerät – die Arbeit des technischen Beraters Hygiene.

Dabei gehört die Hygiene zu einem nicht unerheblichen Teil zum Erreichen unserer Einsatzziele. Denn nur mit gesunden Einsatzkräften sind wir schlagfertig. So setzt die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) einen technischen Berater Hygiene bei der Großübung des Bereitstellungsraumes 500 (BR500) ein. Dabei hat der technische Berater Hygiene ein nicht unerhebliches Aufgabenspektrum, welches das Allgemeinwohl aller Helfer_innen schützen soll. „Einsatztaktisch berate ich den Leiter BR500 Nord, Oliver Tiedemann, über alle hygienischen Vorkommnisse, überprüfe, ob alles in der Küche den hygienischen Vorgaben der Gesundheitsverordnungen und THW-Vorschriften entspricht und ich berate bei festgestellten Mängeln, wie diese abgestellt werden können“, so der technische Berater Hygiene auf dem BR500, Jan-Henning Heckmann.

Bevor der technische Berater jedoch seine Arbeit mit Kontrollgängen und Sichtungen aufnimmt, werden im Vorfeld Informationen gesammelt. „Ich habe die Qualifikation der anwesenden Personen geprüft, welche laut Personalliste anwesend sind und mich mit dem Cateringunternehmen über die Arbeitsweise unterhalten“, erklärte Heckmann. Während der Aufbauphase des BR500 kontrollierte der technische Berater Hygiene bereits einige Arbeitsschritte, welche in hygienerelevante Bereiche fallen. „Ich habe beispielsweise den Bau der Trinkwasserleitungen beobachtet sowie kontrolliert und die Einrichtung der aufgestellten Sanitärcontainer geprüft. Auch ob diese ordnungsgemäß gereinigt wurden, prüfe ich regelmäßig.“, so Heckmann.

Jan-Henning Heckmann erklärte, dass es bei der Großübung BR500 in Rudolstadt noch keine besonderen hygienischen Vorkommnisse gab. Jedoch sieht Heckmann an einigen Stellen noch Nachbesserungsbedarf. „Die oberirdischen Wasserleitungen müssen noch abgedeckt werden, dass diese sich nicht erhitzen. Derartige Maßnahmen werden in enger Abstimmung mit dem THW-Labor besprochen“, so der studierte Lebensmitteltechniker.

Neben der Zusammenarbeit mit dem Caterer und der Reinigungsfirma, hat Heckmann auch zahlreiche interne Schnittstellen. „Ich habe Schnittstellen zum Labor, welches mir bei dieser Übung auf dem BR500 untersteht und zur Fachgruppe Infrastruktur. Wir haben einen Austausch auf Augenhöhe sowie fließende Übergänge auf kurzen Dienstwegen.“

Der alltägliche Arbeitsalltag des technischen Beraters Hygiene besteht aus Kontrollgängen durch die hygienerelevanten Bereiche des Bereitstellungsraumes. „Ich bin in meinen Kontrollgängen relativ frei“, erklärte Heckmann. Er erläuterte: „Ich entscheide wen ich kontrolliere und wann ich eine Kontrolle durchführe. Die zu kontrollierenden Stellen müssen mich eintreten lassen“. Jan-Henning Heckmann zeigt sich mit seiner Arbeit als technischer Berater Hygiene sehr zufrieden. „Ich komme in Bereiche wo sonst keiner so einfach hinkommt und ich bin mein eigener Herr. Es bringt Spaß mit sich, nicht gezwungen zu sein und es ist großartig ein Teil des BR500 sein zu dürfen“, erklärte Heckmann abschließend. 


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