21.07.2019, von Erik Hoffmann

Bundesjugendlager: Oft wird sie unterschätzt aber ohne sie steht der Betrieb

Die Versorgungsstelle Verbrauchsgüter (VG) erfüllt im Hintergrund der Übung des Bereitstellungsraumes 500 (BR500) eine wichtige Rolle. „Die Logistik erfüllt die Träume der Taktiker“, so der Leiter der Versorgungstelle VG für den BR500, Stefan Cohaus. Ohne die Logistik der Versorgungstelle VG würde auf dem BR500 in Rudolstadt einiges nicht so laufen wie es soll oder gar nichts mehr funktionieren, wie beispielsweise Aggregate.

„Wir sind dafür da, alle ankommenden Materialien und Ausstattungsteile anzunehmen, auf quantitative und qualitative Verwendbarkeit zu prüfen und diese bis zu ihrem Abruf einzulagern. Wenn Prüftermine überschritten wurden, wird dieses Gerät zusammen mit einem Prüfteam aus Heiligenhaus nachgeprüft“, so Cohaus.

Die Verwaltung von Anlieferungen fängt schon im Kleinen an, da jeder Lieferschein auf seine entsprechenden Inhalte, wie die richtigen Teilebezeichnungen und Mengen geprüft wird, bevor das angelieferte Material zur Überprüfung und letztlich zur Einlagerung oder zu einer Auslieferung kommt. Teile werden, sobald eine Anforderung vorliegt, durch die Versorgungsstelle VG fertig konfektioniert und durch die Stelle Transport ausgeliefert. Durch die Vielfältigkeit der vorgehaltenen Materialien werden sehr viele Auslieferungsanforderungen gestellt. „Angefangen von der Toilettenpapierrolle über die Zelte für das Betriebspersonal, 450 Festzeltgarnituren und Kopierer, lagert bei uns alles. Also haben wir ganz unterschiedliches Material im Lager“, so Stefan Cohaus. Insgesamt kommen nach seiner Aussage 20 bis 50 Lieferungen am Tag an der Versorgungsstelle VG an und genauso viele gehen auch ab. Um die Arbeiten zu erleichtern und zu dokumentieren nutzen die Logistiker eine Lagerverwaltung in der Form von Tabellenkalkulationsprogrammen, wie Cohaus erläutert.

Ein weiteres großes Thema der Logistiker in der Versorgungstelle VG ist die Tanklogistik. „Die Tanklogistik stellt sicher, dass alle Aggregate und Lichtmasten, sowie in der Aufbauphase die Gabelstapler und Radlader genug Treibstoff haben. Wir machen 2 Tanktouren mit unseren zwei Tankfahrzeugen pro Tag“, so Stefan Cohaus. Dennoch stellt die Betankung für die Logistiker eine Herausforderung dar. „Das Schwierige ist, dass man nicht weiß, wie viel Treibstoff benötigt wird“, so Cohaus weiter. Auch die Betankung der Betriebsfahrzeuge obliegt dem Bereich von Stefan Cohaus. „Wir verwalten die Tankkarten für den Betrieb der Betriebsfahrzeuge im Bereitstellungsraum“, so Cohaus.

Das Team um Stefan Cohaus ist nicht das erste Mal zusammen im Einsatz, wodurch es schon zu eingespielten Abläufen im logistischen Bereich kommt. Cohaus berichtet: „Positiv ist es, dass das Kernteam schon mehrmals gemeinsam im Einsatz war. Die Leute kennen sich schon und es ist eine gute Kameradschaft. Auch die hinzugekommenen Kolleg_innen sind eine Bereicherung für unser Team und wir hoffen auf eine weitere Zusammenarbeit in Zukunft. Ganz besonders dankbar sind wir den Kollegen aus Chemnitz, welche den Bereich VG am Anfang übernommen hatten“.

Jedoch läuft auch bei den Logistikern der Versorgungsstelle VG nicht immer alles nach Plan. „Am Anfang wurde Material parallel angeliefert, so staute sich das Material, da es noch keine Raumordnung gab. Eine Eigenschaft sticht jedoch an der Versorgungsstelle VG heraus – Spaß an der Arbeit. „Die Arbeit macht ganz klar Spaß. Es ist unsere Leidenschaft und wir sind mit Personen aus verschiedenen Ortsverbänden aufgestellt“, teilte Cohaus abschließend mit. 


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