Meppen, 17.09.2018

Hunderte THW-Kräfte bei Moorbrand im Einsatz

Seit mehr als einer Woche brennt ein Moor nahe dem niedersächsischen Meppen. Bisher ermöglichten mehr als 300 Ehrenamtliche des THW die Löscharbeiten durch ihre Wasserversorgung und sie unterstützen bei Führungsaufgaben. Darüber hinaus verpflegten sie mehrere hundert Einsatzkräfte.

In sogenannten Pufferbecken leiten die THW-Kräfte das Wasser ein. Von ihnen aus fördert die nächste Pumpe in der Reihe das Wasser dann weiter oder die Feuerwehr nutzt sie zum Löschen. Quelle: THW/Pierre Graser

Das THW setzt seit vergangenem Donnerstag elf Hochleistungspumpen ein, um Wasser durch sieben Kilometer lange Schlauchleitungen von einem Fluss zu zwei Übergabestellen zu transportieren, an denen die Feuerwehren das Wasser für die Löschmaßnahmen entnehmen. Für diese weitläufige Wasserförderung ist die Ausstattung von elf Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen aus den Landesverbänden Bremen, Niedersachsen sowie Nordrhein-Westfalen zusammengezogen worden.

Neben den mittlerweile 240 eingesetzten THW-Kräften – am Wochenende waren es bis zu 320 aus 49 Ortsverbänden – sind viele Einheiten der umliegenden Feuerwehren und der Bundeswehr vor Ort. Da der Brand auf einem Gelände der Bundeswehr ausgebrochen ist, leitet diese auch den Einsatz. Damit alle Helferinnen und Helfer für die Dauer des Einsatzes verpflegt und untergebracht sind, forderte die Bundeswehr Teile des THW-Verbandes Bereitstellungsraum 500 Nord (BR 500 Nord) an. Diese Einheiten bauten einen Logistik-Stützpunkt auf, von dem aus sie die mittlerweile rund 800 Einsatzkräfte vor Ort verpflegen. Da die Löscharbeiten teilweise sogar nachts weiter geführt werden, müssen die Köche und Köchinnen dort vier Mahlzeiten pro Tag vorbereiten.

Die verschiedenen Komponenten eines BR 500 des THW können viele Aufgaben erfüllen: Dazu zählen Unterbringung und Verpflegung von bis zu 500 Einsatzkräften in einem Feldlager über einen langen Zeitraum, Materialerhaltung sowie Führung und Kommunikation. Sanitäre Infrastrukturen, Beleuchtung sowie Stromerzeugung sind ein Bestandteil dessen.

Zusätzlich sind Fachberaterinnen und Fachberater im Einsatz, um die Einsatzleitung über das Leistungsspektrum des THW bei solch größeren Schadenlagen zu informieren.


  • In sogenannten Pufferbecken leiten die THW-Kräfte das Wasser ein. Von ihnen aus fördert die nächste Pumpe in der Reihe das Wasser dann weiter oder die Feuerwehr nutzt sie zum Löschen. Quelle: THW/Pierre Graser

  • THW-Kräfte bauten Teile des BR 500 auf, dazu zählen Zelte und die entsprechende Infrastruktur. Quelle: THW/Pierre Graser

  • Elf Hochleistungspumpen transportieren seit Donnerstag Wasser ins Einsatzgebiet. Quelle: THW/Michael Schott

  • Einsatzkräfte aus 49 Ortsverbänden sind in Meppen eingebunden. Quelle: THW/Michael Schott

  • Das Wasser wird über eine Strecke von sieben Kilometern zu zwei Stellen gefördert, an denen die Feuerwehr es für Löscharbeiten entnehmen kann. Quelle: THW/Michael Schott

  • Die Bundeswehr forderte Teile des BR 500 Nord an, der den Einsatzkräften anfangs vor allem als Verpflegungsstelle diente. Quelle: THW/Pierre Graser

  • Power für den Bereitstellungsraum: Für die Küchen und die Beleuchtung richteten Helferinnen und Helfer die Stromversorgung ein. Quelle: THW/Pierre Graser

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